Wie vergesellschaftest Du die neuen Ratten?

Dies ist lediglich ein Erfahrungsbericht von mir, daher übernehme ich dabei keinerlei Haftung.

 

Vor allem wenn Du Dein Rudel punkto Vergesellschaftungen noch nicht kennst, ist es sehr wichtig, dass Du das ganze sehr langsam angehen lässt! Denn niemand kann einschätzen, wie sich Dein sonst liebenswertes Rudel verhält, wenn ein Eindringling ins Rudel kommt. Denn Ratten sind sehr rudelgebunden und akzeptieren nicht ohne Weiteres Neuzugänge. Wenn Du einen Schritt zu sehr überstürzt, kann es zu schweren Kämpfen kommen, die oft schlecht ausgehen.

  

Geh nun am besten wie folgt vor:

 

 

WOCHE 1

 

• Bevor die neuen Ratten vergesellschaftet werden, sollten sie sich zuerst an euch gewöhnen. Nimm Dir viel Zeit, um die neuen Rattis kennen zu lernen.

 

• Die neuen Ratten sollten in dieser Zeit am besten in einem, von den anderen Ratten getrennten Zimmer untergebracht werden.

 

• Wenn sich die Neulinge gut eingelebt haben und sie Dich schon etwas kennen, kannst Du zum nächsten Schritt übergehen.

 

 

WOCHE 2

 

 • Nun kannst Du ein neutrales Treffen mit dem Rudel veranstalten. Am besten eignet sich dafür die Badewanne. Diesen Ort dürfen beide Parteien nicht kennen, das ist wirklich wichtig!

 

• Lege zuerst ein Tuch auf den Boden der Wanne, damit die Ratten keine kalten Füsse bekommen. Das Tuch darf den Ratten ebenfalls nicht bekannt sein. Man sollte es daher mindestens gut Waschen.

 

• Es dürfen keine Häuschen in der Wanne stehen!

 

• Setze alle miteinander in die Wanne. Zu dieser Zeit musst Du immer anwesend sein. Am besten mit einem Handschuh bewaffnet. So kannst Du in Notsituationen eingreifen. Gestresste Tiere am besten ab und zu etwas ablenken und bei positiver Kontaktaufnahme gleich belohnen.

 

• Gequietsche und Ratten, die auf dem Rücken liegen, sind dabei ganz normal und gehören dazu, denn sie müssen nun die neue Rangordnung bestimmen.

 

• Auch sonstige Rangeleien sind oft anzutreffen. Dort dürft ihr ja nicht eingreifen.

 

• Es ist erst eine Notsituation, wenn Haarbüschel herumfliegen, und die Ratten ein wildes Knäuel beim Kämpfen bilden.

 

• Wenn das ganz gut läuft,  kannst Du die Ratten auch mal mit Leckereien füttern.

 

• Das machst Du nun jeden Tag, bis die Ratten als Einheit und dabei gelangweilt wirken. Ich empfehle dies eine Woche lang. Mindestens einmal am Tag, solange es geht.

 

 

WOCHE 3 bis …

 

• Setzt die Ratten alle gemeinsam in den gewohnten Auslauf des Rudels. Die beiden Käfige, die nun im gleichen Raum stehen (aber nicht nebeneinander!) , bleiben dabei geschlossen. Das mindestens einmal am Tag. Am besten so oft und lange es geht.

 

• Wenn dannnach einer Zeit keinerlei Kabbeleien entstehen, lässt Du in Zukunft beim Auslauf beide Käfige offen, damit sich alle drinnen und draussen aufhalten können. Das machst Du nun so lange, bis alles harmonisch abläuft.

 

• Wenn die Tiere nun in den gemeinsamen Käfig kommen, ist es aber wichtig, dass er zuvor sehr gut mit Seife gereinigt und neu eingerichtet wird. Achte aber darauf, dass das Putzmittel nicht giftig ist! So, nun beginnt alles in einem „neutralen“ Käfig. Jetzt ist es sehr wichtig, dass Ihr den Käfig beobachtet, da nun wieder Rangordnungskämpfe entstehen könnten. Hier gilt genau das gleiche, wie oben; Unterwerfen ist ok, Wildes Knäuel mit fliegenden Haaren weniger.

 

• Wenn Du Dich noch nicht sicher fühlst, kannst Du sie in der ersten Nacht trennen. Was man aber sicher beachten muss, wenn sie zusammen bleiben: Zimmertüren offen lassen, damit man allfällige Streitereien hören kann.

 

Viel Spass mit Deinem neuen Rudel!